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Warum viele Produktempfehlungen noch immer zu begrenzt sind

Wer in einem E-Commerce-Umfeld für Relevanz verantwortlich ist, erkennt das Muster. Empfehlungen greifen häufig auf zwei bekannte Anker zurück: was ein einzelner Besucher zuvor getan hat oder was sich allgemein gut verkauft.
Beide Ansätze sind logisch, aber auch begrenzt. Individuelles Verhalten ist oft spärlich oder noch im Aufbau. Popularität sagt wenig über persönliche Vorlieben aus. In der Praxis führt das zu Empfehlungen, die entweder zu eng oder zu allgemein sind.
Die Folge ist, dass viele Empfehlungsbereiche ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Sie bestätigen, was jemand bereits kennt, helfen jedoch zu wenig dabei, Neues zu entdecken.

Warum individuelles Verhalten nicht immer ausreicht

Personalisierung auf Basis individuellen Verhaltens ist wertvoll, aber nicht vollständig. Besonders in der frühen Phase einer Session gibt es schlicht zu wenig Kontext. Ein Besucher betrachtet einige Produkte, vergleicht Optionen und befindet sich noch in der Orientierungsphase.
In dieser Phase sagt Verhalten vor allem etwas über die Richtung aus, aber noch nicht über Präferenzen. Jemand, der mehrere Sportschuhe ansieht, kann sehr unterschiedliche Absichten haben: Laufen, Freizeitnutzung oder Training.
Hinzu kommt, dass Verhalten nicht immer linear ist. Besucher orientieren sich breit, klicken zurück und vergleichen Kategorien. Wenn Empfehlungen ausschließlich diesem individuellen Pfad folgen, fehlt ein wichtiger Teil des Gesamtbildes.

Der Wandel von Personalisierung zu kollektiver Intelligenz

Der nächste Schritt in der Personalisierung liegt nicht in mehr Regeln oder feinerer Segmentierung. Dieser Ansatz stößt schnell an Grenzen bei Komplexität und Wartung.
Der Wandel liegt in der Nutzung von Mustern im großen Maßstab. Nicht auf einen einzelnen Besucher zu schauen, sondern auf Gruppen von Besuchern mit ähnlichem Verhalten.
Kauf- und Browsingverhalten sind nämlich selten völlig einzigartig. In größeren Datensätzen entstehen Muster: Produktkombinationen, die häufiger gemeinsam angesehen werden, Wege, die öfter zu einem Kauf führen, und Präferenzen, die sich innerhalb ähnlicher Gruppen wiederholen.
Das ist der Kern kollektiver Intelligenz. Nicht aus einzelnen Signalen zu lernen, sondern aus Verhaltensüberschneidungen. Dadurch entwickelt sich Personalisierung von reaktiv zu stärker prädiktiv: nicht nur auf das reagieren, was jemand tut, sondern antizipieren, was wahrscheinlich relevant wird.

Was People Like You macht

Aus dieser Denkweise entsteht eine andere Form des Empfehlens.
People Like You nutzt das Verhalten ähnlicher Besucher als Ausgangspunkt. Das System analysiert, welche Produkte von Menschen mit einem ähnlichen Verlauf angesehen und gekauft werden, und nutzt diese Überschneidungen, um Empfehlungen zu generieren.
Dadurch entsteht neben den bekannten Formen ein dritter Empfehlungstyp:
  • Just for You: basierend auf individuellem Verhalten
  • Because You Viewed This: basierend auf direktem Kontext
  • People Like You: basierend auf kollektivem Verhalten
Der Unterschied liegt nicht nur in der Datenquelle, sondern in der Art der Erkenntnis. Während die ersten beiden Formen vor allem auf bereits sichtbares Verhalten reagieren, fügt kollektives Verhalten eine breitere, lernende Ebene hinzu.

Ein konkretes Verhaltensbeispiel

Angenommen, ein Besucher betrachtet mehrere Sportschuhe innerhalb einer bestimmten Preisklasse und Stilrichtung. Auf Basis individuellen Verhaltens bleibt das System nah an dieser Auswahl. Auf Basis von Popularität erscheinen vor allem die meistverkauften Modelle.
Wenn man jedoch betrachtet, was ähnliche Besucher tun, ergibt sich ein anderes Bild. Vielleicht zeigt sich, dass viele dieser Besucher sich letztlich für ein bestimmtes Modell entscheiden, das knapp außerhalb der ursprünglichen Auswahl liegt. Oder dass sie häufig eine bestimmte Art von Socken oder Zubehör hinzufügen.
Das sind Zusammenhänge, die sich nicht aus einer einzelnen Session ableiten lassen, wohl aber aus dem Verhalten einer größeren Gruppe.
Durch die Nutzung dieser Muster werden Empfehlungen weniger abhängig davon, was jemand bereits explizit gezeigt hat, und stärker darauf ausgerichtet, was sich in ähnlichen Situationen als relevant erweist.

Warum das für Discovery und Conversion relevant ist

Der Wert dieses Ansatzes liegt zunächst in der Relevanz. Empfehlungen passen besser zur Phase und Richtung des Besuchers.
Doch der Effekt geht weiter. Weil das System Zusammenhänge außerhalb des direkten Verhaltens erkennt, unterstützt es auch Discovery. Besucher finden schneller Produkte, die sie selbst noch nicht aktiv entdeckt haben.
Das kann zu einer natürlicheren Form von Cross-Selling und zu einem reibungsloseren Entscheidungsprozess führen. Nicht weil mehr gezeigt wird, sondern weil das Gezeigte besser zum zugrunde liegenden Bedarf passt.
Wichtig ist, dies als potenziellen Effekt zu verstehen, nicht als garantiertes Ergebnis. Die Wirkung hängt immer von Sortiment, Traffic und Umsetzung ab. Die Richtung ist jedoch klar: bessere Signale führen zu relevanteren Entscheidungen.

Die Rolle von People Like You innerhalb breiterer Personalisierung

Kollektives Verhalten ersetzt andere Formen der Personalisierung nicht. Es ergänzt sie um eine zusätzliche Ebene.
Individuelles Verhalten bleibt essenziell für die Feinsteuerung. Kontextuelle Empfehlungen bleiben innerhalb einer bestimmten Seite oder Kategorie wertvoll.
People Like You ergänzt dies um Erkenntnisse, die sonst unsichtbar bleiben würden. Es macht Muster sichtbar, die sich nicht direkt aus einem einzelnen Nutzer oder Kontext ableiten lassen.
Gerade in der Kombination entsteht eine robustere Form der Personalisierung. Ein System, das sich nicht auf nur einen Signaltyp stützt, sondern mehrere Perspektiven zusammenführt.

Was People Like You für E-Commerce-Teams bedeutet

People Like You reduziert die Abhängigkeit von manueller Personalisierung. Anstatt Regeln aufzusetzen und zu pflegen, lernt das System aus Verhaltensmustern. Dadurch lässt sich Relevanz verbessern, ohne zusätzliche Komplexität zu schaffen.
Zudem wird Personalisierung besser skalierbar. Mehr Daten führen zu stärkeren Mustern, wodurch Empfehlungen besser zu unterschiedlichen Absichten und Phasen im Prozess passen.
Gleichzeitig entsteht ein gemeinsames und konkreteres Bild davon, was Besucher tatsächlich tun. Teams arbeiten weniger auf Basis von Annahmen und stärker auf Basis nachweisbarer Muster. Das führt zu klareren Entscheidungen, kürzeren Diskussionen und gezielterer Optimierung.

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